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21. April 2018: Aufhebungsvertrag > Das Leihfirmen sich auf Kosten von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern bereichern ist allgemein bekannt. Wer allerdings aus deren Sicht nicht funktioniert wird wieder vor die Tür gesetzt. So greifen Leihfirmen in diesen Fällen auch gerne mal zu einigen Tricks, nur um ihre ungeliebten LeiharbeiterInnen wieder loszuwerden. Ein solcher Trick ist z.B. ein Aufhebungsvertrag, mit zum Teil erheblichen Folgen für die Betroffenen. Bei einem Aufhebungsvertrag einigen sich generell Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf – oder umgekehrt – dass das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet wird. Findet jedoch keine einvernehmliche Einigung statt gelten in der Regel die im Arbeitsvertrag festgeschriebenen Kündigungsfristen. Ein Leiharbeitnehmer der unwissentlich und im guten Glauben einen solchen Aufhebungsvertrag unterschrieben hat läuft so ins offene Messer. Da man die nun anstehende Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt hat ist in solchen Fällen geregelt, dass eine Sperrzeit erteilt wird. ALG II-Bezieher werden so mit empfindlichen Geldbußen durch die Jobcenter sanktioniert. Jobcenter kürzen die Bezüge für drei (3) Monate um 30 %. Obwohl die Chefs der Zeitarbeitsfirmen diese Umstände genau kennen, sorgen Sie so bewusst und mit voller Absicht dafür das die Betroffenen in zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dabei haben Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten eine gesetzliche Fürsorgepflicht. Im allgemeinen hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfindung. Die Höhe richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit. Auch für Leiharbeitnehmer die über ihre Probezeit hinaus bei ihrer Zeitarbeitsfirma ein unbefristetes Arbeitsverhältnis haben gilt diese Regelung. Damit Leihfirmen aber diese Abfindungen nicht zahlen müssen, wird keine ordentliche Kündigung von ihnen angestrebt, sondern den viel einfacheren Weg über einen Aufhebungsvertrag gewählt. Generell unterliegt die inhaltliche Gestaltung eines Aufhebungsvertrags zwar dem Willen der Vertragspartner, dieser darf jedoch weder gegen ein gesetzliches Verbot noch gegen die guten Sitten verstoßen, ansonsten ist er insgesamt ungültig. Leider kennen Leiharbeitnehmer in solch einem Fall oft ihre Rechte nicht, daher werden sie schlichtweg über den Tisch gezogen. Unter falschen Voraussetzungen wird ihnen von ihrem Chef das blaue vom Himmel vorgelogen, verschwiegen oder geschickt durch Druckaufbau umgangen. In § 623 BGB ist geregelt, dass eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses immer schriftlich abzuschließen ist. Die elektronische Form wird ausgeschlossen. Daher drängen die Chefs der Zeitarbeitsfirmen die Betroffenen dazu möglichst zeitnah den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Damit du als Leiharbeitnehmer nicht das Nachsehen hast, solltest du dich von deinem Chef niemals zu einer sofortigen Unterschrift bedrängen lassen. Stattdessen solltest du von deinem Chef eine dreitägige Bedenkzeit einfordern. In dieser Zeit ist es ratsam den Aufhebungsvertrag rechtlich prüfen zulassen. Bedenke auch: Wenn dein Chef dir einen Aufhebungsvertrag anbietet, verfolgt er keine guten Absichten damit!

15. April 2018: Wer arbeitet ist arm dran! > Obwohl die Politik immer wieder den boomenden Arbeitsmarkt in den Vordergrund rückt steigt gleichzeitig die Erwerbsarmut an. Von Erwerbsarmut spricht man, wenn eine Person trotz Erwerbstätigkeit arm oder von Armut bedroht ist. Als armutsgefährdet gilt eine Person, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen deutschen Einkommens verdient. So hat sich die Zahl der berufstätigen Menschen, die trotz ihrer Arbeit unter die Armutsschwelle gefallen sind, in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Also bedeutet der boomende Arbeitsmarkt nicht automatisch einen Schutz vor weniger Armut. Dies liegt mitunter an dem enormen Niedriglohnsektor, den anwachsenden Teilzeitstellen oder an anderen atypischen Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland. Auch der enorme Druck auf Arbeitslose spielt hierbei eine erhebliche Rolle. Diese müssen laut den Hartz IV Gesetzen nahezu jegliche – von der Agentur für Arbeit angebotene Stelle – Arbeit annehmen. Arbeitslose werden so genötigt, gezwungen und erpresst Jobs mit schlechter Bezahlung anzunehmen, sodass eine Erwerbsarmut faktisch vorprogrammiert ist. Durch die Zumutbarkeitsregeln für Arbeitslose, den enormen Auflagen für den Leistungsbezug von Hartz IV und durch die Sanktionsmöglichkeiten der Agenturen wird das Risiko der Erwerbsarmut so noch schneller vorangetrieben. Aber auch die Arbeitgeber selbst haben an der anhaltenden Erwerbsarmut eine erhebliche Mitschuld. Vollzeitstellen wurden und werden in Massen in prekär beschäftigte Arbeitsverhältnisse umgewandelt. Durch Lohndiebstahl für zusätzlich geleisteter Überstunden die nicht vergütet werden wird das ganze noch verstärkt. Angesiedelt im Niedriglohnsektor, durch Minijobs und durch Zeitarbeit fördern Arbeitgeber so regelrecht den Anstieg der Armut. Doch vor allem ist es ihre maßlose Gier, die dazu geführt hat, warum es überhaupt erst soweit kommen konnte. Hierdurch ist das Armutsrisiko für die arbeitende Bevölkerung mehr als bedrohlich geworden. Laut dem Statistischem Bundesamt können immer weniger Erwerbstätige von ihrem Einkommen leben. Mit ihrem mageren Gehalt können sich viele Menschen eine tägliche vollwertige Mahlzeit kaum noch leisten. Ebenso sind Miete und Heizung schlichtweg zu teuer geworden. So bekommen die Tafeln täglich erheblichen Zuwachs von Personen die trotz Arbeit auf ihre Hilfe und auf Lebensmittel angewiesen sind. Die Mieten in den Innenstädten sind dermaßen in die Höhe geschnellt, sodass vielen der Verlust ihrer Wohnungen und somit eine Obdachlosigkeit droht. Durch den Umbau des Sozialstaates Anfang der 2000 Jahre und durch die enormen Veränderungen in der Wirtschaftswelt wurden viele Menschen förmlich in eine existenzielle Notlage getrieben. Die Erwerbsarmut ist hierdurch nicht nur in Deutschland zurückgekehrt, sondern hat sich mittlerweile auf ganz Europa ausgeweitet. Erhebliche Unterstützung hat die Wirtschaft in Deutschland durch die Politik erhalten, wodurch die extreme Form der Erwerbsarmut erst möglich gemacht wurde und durch die Arbeitgeber erschreckende Ausmaße angenommen hat…

30. März 2018: 12 Monate das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) > Ende 2016 hatte das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beraten, der den Missbrauch in der Leiharbeit erheblich erschweren sollte. Hierzu hatte der Bundestag diesen Gesetzentwurf mit einigen Abänderungen schließlich verabschiedet, sodass dieser am 01.04.2017 in Kraft getreten war. Doch diese Abänderungen führten lediglich dazu, dass den Arbeitgebern und den Gewerkschaften genügend Raum geboten wurde, um das nun geltende Gesetz zu umgehen. Eigentlich sollten Leiharbeitnehmer seitdem nur noch bis zu einer Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten in den Betrieben eingesetzt werden dürfen. Durch die Abänderungen des Bundestages kann jedoch dieser Zeitraum durch einen Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung problemlos auf eine längere Laufzeit abgeändert werden. Dies hatte z.B. die IG Metall nur kurz nach Einführung des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes mit den Arbeitgebern genauso vereinbart. Hier wurde einfach eine Laufzeit von 48 Monaten abgeschlossen. Zusätzlich sollen Leiharbeitnehmer nach neun Monaten Dauerbeschäftigung dem Arbeitsentgelt der Stammbelegschaft gleichgestellt werden. Auch hier klappt das in der Praxis leider nur sehr selten. So werden Leiharbeitnehmer maximal neun Monate in einem Betrieb dauerbeschäftigt und kurz vor Ablauf dieses Zeitraumes von den Unternehmen bei den Leihfirmen abbestellt. Stattdessen werden im selben Atemzug andere Leiharbeitnehmer bei den selben Leihfirmen geordert, die dann wiederum bis zu neun Monaten in den gleichen Betrieben eingesetzt werden wie ihre Kolleginnen und Kollegen zuvor. Also kann somit von Equal Pay – Gleiche Bezahlung – keinerlei Rede sein, wie es im Gesetzentwurf ursprünglich vorgesehen war. So sind die Auswirkungen des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes für die Leiharbeitnehmer alles andere als vorteilhaft. Die Änderungen haben nun nach einem Jahr aufgezeigt, dass diese in der Praxis problemlos ausgehebelt werden können und nur den Arbeitgebern zugute kommen und nicht den Leiharbeitnehmern.

16. März 2018: Ein Land wandert aus > Immer mehr deutsche verlassen das eigene Land. Laut dem statistischen Bundesamt haben im Jahr 2016 gut 281.000 Deutsche Deutschland verlassen. Im Vergleich zu den Vorjahren verließen jedes Jahr rund 150.000 Menschen Deutschland. Zwar kehren gut Eindrittel der Auswanderer nach spätestens einem Jahr zurück, doch Zweidrittel bleiben ihrer Heimat für immer fern. Unter den Abwanderern waren auch gut 4.000 Millionäre und vor allem Deutsche mit einer hohen Bildungsqualität. Vor 2015 war es hauptsächlich der Wunsch nach einem besseren Lebensstandard. Seit 2015 ist es jedoch vor allem die politische und gesellschaftliche Entwicklung, die die Deutschen dazu bringt das eigene Land zu verlassen. Die Auswanderer glauben nicht mehr daran, dass die Politik Maßnahmen gegen die zunehmende Verarmung im Land in Gang setzen wird, und sich zudem um die Sicherheit der Bundesbürger ernsthaft kümmert. Raub, Einbruch, Vergewaltigungen und sogar Tötungsdelikte prägen mittlerweile das Gesamtbild Deutschlands. Die Auswanderer fühlen sich einfach nicht mehr sicher im eigenen Land. Gerade bei Rentnern wird auswandern besonders in Betracht gezogen, da sie auch mit einer kleinen Rente woanders ein besseres Leben führen können als in Deutschland. Aber auch die jüngere Generation versucht sich im Ausland eine neue Existenz aufzubauen. Viele fürchten sich vor der drohenden Altersarmut in Deutschland. Ein weiterer Grund ist die katastrophale Arbeitsmarktsituation, die durch die Agenda 2010 und den dazugehörenden Hartz IV Gesetzen ausgelöst wurde, dazu beigetragen haben. Viele deutsche Auswanderer sehen sich hierdurch genötigt, erpresst und ausgebeutet. Zudem sind die Arbeitsbedingungen im Ausland wesentlich besser geregelt und der Job wird auch besser entlohnt. Während die Arbeitgeber in Deutschland permanent den Fachkräftemangel beklagen, nicht bereit sind bessere Arbeitsbedingungen und entsprechende Entlohnung zu schaffen, hat die Politik währenddessen viel Zeit damit verschwendet ungläubig zuzusehen wie jedes Jahr immer mehr Deutsche auswandern. Nur langsam findet in der Wirtschaft und der Politik ein umdenken statt. Arbeitnehmer die ins Ausland ausgewandert sind will man nun umwerben und zur Rückkehr bewegen. Doch hierfür müssen erst mal die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Solange es sich für die Auswanderer nicht lohnt, sehen diese keinerlei Grund nach Deutschland zurückzukehren!…

Hubertus Heil – Bundesminister für Arbeit und Soziales

10. März 2018: Der Erneuerungsprozess bei der SPD ist im vollen Gange. Hubertus Heil ist seit dem 14. März 2018 offiziell neuer Arbeits- & Sozialminister. Seinerzeit war er einer der Strippenzieher, um die Schröderschen Hartz IV Gesetze durch zu setzen, jetzt ist ausgerechnet er Arbeitsminister. Als Bundesminister für Arbeit und Soziales muss Hubertus Heil nun Profil zeigen und eine vernünftige Rentenreform auf den Weg bringen, sowie annehmbare Lösungen bei der Gestaltung des Arbeitsmarktes anbieten. Mit der richtigen Herangehensweise an die Problematiken hat Hubertus Heil nun die Chance das Vertrauen der Menschen für die SPD zurückzugewinnen. Sollte er allerdings vor allem der arbeitenden Bevölkerung in den Rücken fallen – So wie Andrea Nahles – wird es sehr dunkel um die SPD herum werden. Wenn die SPD also wirklich einen Erneuerungsprozess in Gang setzten will, müssen die neuen Ministerinnen und Minister endlich Rückrad zeigen. Vor allem müssen Sie eine Politik für die Menschen im Land machen und sich nicht nur einseitig auf die Wirtschaft und die Arbeitgeber konzentrieren. Ex Bundeskanzler Schröder hat mit seiner Agenda 2010 und den Hartz IV Gesetzen schon genug massiven Schaden bei der Bevölkerung angerichtet, also kann und muss der neue Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil genau hier ansetzen!…

Chefduzen & Die Leihkeule

In Deutschland kennen vor allem Leiharbeitnehmer „Die Leihkeule“ – unabhängige Zeitung für Leiharbeitnehmer. Die Macher dahinter – chefduzen.de – setzen sich seit Jahren für Leiharbeinehmer und gegen Leiharbeit aktiv ein. Gerade durch ihre Proteste und Aktionen sorgen sie so für öffentliche Aufmerksamkeit. Aber auch im Ausland kämpft die Leihkeule an der Seite der Leiharbeitnehmer. So ist diese u.a. regelmäßig bei Volkswagen in China im Einsatz. Dort kriselt es gewaltig. Die Leihkeule wirft den Volkswagenkonzern unrechtmäßige Behandlung der gut 3ooo Leiharbeitnehmern im Werk in Changchun vor… / Chefduzen und Die Leihkeule

15 Jahre Agenda 2010 – Die Architekten der Agenda

Am 14. März 2003 verkündete Bundeskanzler Gerhard Schröder (a.D.) in seiner Regierungserklärung die Agenda 2010. Die Vorarbeiten hierzu wurden bereits im Schröder-Blair-Papier von 1999 geleistet. Als Ziele nannte Schröder damals unter anderem die Verbesserung der „Rahmenbedingungen für mehr Wachstum und für mehr Beschäftigung“ sowie den „Umbau des Sozialstaates und seine Erneuerung“. Die mit den Worten „Wir werden Leistungen des Staates kürzen“ angekündigten Maßnahmen führten zu heftigen Kontroversen. Nachdem die SPD auf ihrem Sonderparteitag am 1. Juni 2003 mit deutlich über 80 Prozent für den Leitantrag des SPD-Bundesvorstandes gestimmt hatte, wurde ein Leitantrag zur Agenda 2010 auf dem Sonderparteitag von Bündnis 90/Die Grünen am 14./15. Juni 2003 mit etwa 90-prozentiger Mehrheit angenommen. Große Teile des Konzeptes wurden von den Oppositionsparteien unterstützt und von CDU/CSU aktiv mitgestaltet. Das Reformkonzept wurde von der Bertelsmann Stiftung maßgeblich geprägt. Der „Wirtschaftspolitische Forderungskatalog für die ersten hundert Tage der Regierung“ der Stiftung ist inhaltlich zu weiten Teilen übernommen worden. Die Agenda 2010 setzt insbesondere arbeitgeberfreundliche angebotspolitische Ideen um. Während von vielen Politikern die Arbeitsmarkt-Reformen der Agenda 2010 als entscheidende Faktoren für Deutschlands „wirtschaftlichen Erfolg“ angeführt werden < Quelle Wikipedia, streiten Experten hingegen über die Bewertung des Reformpaketes. Während die Befürworter die Agenda 2010 bejubeln und deren Vorteile in den Vordergrund stellen, schimpfen Kritiker besonders über die soziale Spaltung die diese nach sich zieht. Fakt ist allerdings: Die Einführung der Agenda 2010 bedeutete gravierende Veränderungen für den Arbeitsmarkt, das Gesundheitssystem, der Rente und vor allem für die Menschen im Land. Was die Agenda 2010 letztendlich bewirkt hat ist lediglich die Tatsache, dass vorallem die Arbeit an sich nur umverteilt wurde. Hierfür wurden Vollzeitjobs abgebaut und in prekäre Arbeitsverhältnisse umgewandelt. Eine extreme Form der Leiharbeit, Mini- sowie Eineurojobs oder sonstige prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor sorgen seither dafür das die ArbeitnehmerInnen zusätzliche finanzielle Unterstützung vom Staat brauchen, um überhaupt über die Runden zukommen. Die Einführung der Agenda 2010 hat lediglich dazu geführt den Mittelstand kaputt und die Menschen im Land bettelarm zu machen. Während die SPD heute in der Gunst der Wähler ins bodenlose fällt, versucht sie ihre negative Geschichte abzuschütteln. Doch egal was die SPD auch versucht, die Agenda 2010 verfolgt sie wie ein Schatten aus längst vergangener Zeit. Was Gerhard Schröder im März 2003 noch angepriesen hatte wird der SPD heute zum Verhängnis! So waren also vor allem die Hauptverantwortlichen Architekten der Agenda 2010 die SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Aber auch die Bertelsmann Stiftung sowie die CDU/CSU haben aktiv an der Gestaltung der Agenda 2010 mitgewirkt…

Gerhard Schröders Regierungserklärung zur “Agenda 2010” ist eine menschenverachtende Umsetzung von Reformen: Unter anderem sagte er > „Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fordern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen“. Die Agenda 2010 ist eines der umstrittensten Reformprojekte der Nachkriegsgeschichte. Doch aus dem Reformpaket ging noch soviel mehr hervor. So ging unter anderem aus der zusätzlichen Hartz-Gesetzgebung eine gewollte Armut und Entrechtung der Bundesbürger hervor. Die darin enthaltenden verfassungs- und menschenrechtswidrigen Sanktionen fördern beispiellose Zwangsarbeit zu Tage. Arbeitslose werden durch willkürliche Sanktionsdrohungen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen gezwungen, wo sie Lohndumping und Niedriglöhnen ausgesetzt sind. Befristete und schlecht bezahlte Arbeit ersetzen so reguläre Vollzeitarbeitsplätze und fördern zusätzlich erhebliche Armut!…

YouTube & Internes Videoarchiv

Es gibt unzählige Videos die sich mit der Arbeitswelt beschäftigen. Dabei sind es vorallem die großen Unternehmen und die Subunternehmer die permanent unangenehm auffallen. Der negative Umgang mit ihren Beschäftigten beschert den Arbeitgebern dauerhafte Schlagzeilen in den Medien. So berichten diese nahezu täglich von den brutalsten Ausbeutungen und Arbeitsbedingungen. Obwohl die Gewerkschaften diese Zustände kennen, unternehmen sie relativ wenig bis rein gar nichts, um den Beschäftigten zu helfen. / zum internen Videoarchiv / Deutsche Post & DHL: Exklusiv auf YouTube

Arbeitgeber

Spirale nach unten

Skrupellosigkeit der Bosse

Paketzustellung

Drohender Wirtschaftscrash

Gewerkschaften

Dauerthema

Das deutsche „Jobwunder“

Arbeitgeber unterlaufen durch miese Tricks permanent die reguläre Beschäftigungsform. Durch Teilzeit- verträge mit flexiblen Einsatzzeiten oder durch zwischenschalten von Leihfirmen sowie Outsourcing ihrer kompletten Arbeitsbereiche oder Teile davon, aber auch durch zusätzlich prekäre Arbeitsverhältnisse wie etwa Minijobs oder Praktika werden die Arbeitslosenzahlen künstlich manipuliert. Die Agentur für Arbeit unterstützt das sogenannte „Jobwunder“ großzügig, indem diese immer massivere Sanktionen gegen Arbeitssuchende und Arbeitslose verhängt oder diese in sinnlose Maßnahmen stopft, nur um diese Personengruppen durch Zwang in jegliche Form von Arbeit zu pressen. Die Bundesagentur für Arbeit hingegen rechnet durch diverse Tricks die realen Arbeitslosenzahlen einfach aus der offiziellen Statistik heraus. Betrachten wir die Hartz IV Reform und die Agenda 2010, sollten diese ursprünglich neue Arbeit schafften, doch stattdessen wurde diese nur umverteilt, indem Vollzeitarbeitsplätze abgebaut und dafür eine extreme Form von prekärer Arbeitsverhältnisse geschaffen wurde. Einen Vollzeitarbeitsplatz teilen sich nun mehrere prekär Beschäftigte Arbeitnehmer. So kann hier absolut keinerlei Rede vom deutschen Jobwunder sein. Alles wird manipuliert bis es schließlich passt, um dann durch falsche Fakten der Öffentlichkeit präsentiert zu werden!

Fachkräftemangel

Einen echten Fachkräftemangel in Deutschland gibt es nicht!, auch wenn Politik und Wirtschaft dieses gerne so suggerieren. Beschönigte Zahlen, Daten und angebliche Fakten werden bewusst manipuliert, um den angeblichen Fachkräftemangel zu untermauern. Wenn man hier überhaupt ernsthaft von einem Fachkräftemangel sprechen kann, liegt das mitunter an den erheblichen Einsparungen im Bildungs- und Ausbildungssystem. Diejenigen die ihre Ausbildung doch erfolgreich abschließen, bekommen of keinen angemessenen Job mit entsprechender Entlohnung. In § 10 des SGB II ist definiert, dass jedem Erwerbsfähigen nahezu jegliche Arbeit zuzumuten ist. Damit ist jeglicher Berufsschutz entfallen, d.h. auch ein Universitätsabschluss schützt nicht vor einem Job als Packer im Hafen. Außerdem ist die Lohnhöhe kein Grund einen Job abzulehnen. Diese Regelungen haben dazu geführt das unsere eigenen Fachkräfte lieber ins Ausland gehen bevor sie unter Zwang minderwertige und unterbezahlte Arbeiten annehmen müssen. Hinzu kommen dann noch die Arbeitgeber selbst. Diese tuhen immer weniger, um ihr selbst ausgebildetes Personal zu halten. Schlechte Arbeitsbedingungen und miese Bezahlung führen dazu das Ihre Fachkräfte dem Unternehmen den Rücken kehren! / siehe auch kununu Blog

Geschichte

Mainstream-Medien

Tagelöhnerei

Moderne Sklaverei

Transfergesellschaften

Weltwirtschaftskrise

Daniel Grüneke

Amazon

Regelmäßig kommt es bei Amazon in Deutschland zu massiven Streiks. Bereits seit gut fünf Jahren fordert die Gewerkschaft Ver.di für die mehr als 12.000 festangestellten Beschäftigten einen Tarifvertrag nachdem Einzel- und Versandhandelskonditionen, doch die Amazon-Geschäftsführung zeigte bisher keinerlei Interesse daran. So beteiligen sich permanent die sechs größten Amazon-Standorte in Deutschland an den Streiks: Bad Hersfeld, Graben (Bayern), Werne (NRW), Leipzig (Sachsen), Rheinberg (NRW) und Koblenz (Rheinland-Pfalz). Inzwischen ist aus den normalen Streiks ein erbitterter Tarifstreik geworden, der kein Ende zu finden scheint!

Im Fokus der Öffentlichkeit

Bad Hersfeld: Streiktage 2016

Betriebsintern

Dein gutes Recht!

Arbeitszeugnis / Betriebsfrieden / Betriebsgeheimnisse /Betriebsgruppen / Teamleiter

Personalgespräch / Schweigepflicht /Sicherheitsschuhe /Versetzung / Weisungsrecht

Minijobber: Obwohl es verboten ist nutzen Unternehmen Minijobs gezielt aus, nur um ihre Personalkosten zu drücken. Hierbei spielen vor allem Subunternehmen eine gewichtige Rolle. In einem betrügerischen System werden Minijobber regelrecht um ihre Ansprüche und somit oft um ihr Geld gebracht. Viele Minijobber erhalten nicht den gesetzlichen Mindestlohn obwohl sie einen Anspruch darauf haben. Zunehmend werden durch Arbeitgeber und Subunternehmer die Arbeitszeiten von Minijobbern beschönigt, sodass diese am Ende wesentlich mehr arbeiten als vertraglich vereinbart. Ebenfalls werden Minijobber bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei der Fortzahlung bei Urlaub schlichtweg beschissen. Unternehmer und vor allem Subunternehmer behandeln Minijobber ungeniert als Arbeitnehmer zweiter Klasse. Was zählt ist nur die Gewinnspanne, selbst wenn dies bedeutet Minijobber wie Sklaven halten und ausbeuten zu müssen! /siehe auch: kununu.com

Praktikum

Im herkömmlichen Sinn ist ein Praktikum eine übliche Form des Sammelns von Praxiserfahrungen während der Schulausbildung. In der Berufsorientierung sollen Betriebspraktika den Schülern in zwei- bis vierwöchigen Tätigkeiten helfen ihren Berufswunsch praktisch zu erfahren, zu überprüfen und gegebenenfalls eine Korrektur des Berufswunsches vorzunehmen. Ist keine Praktikumsvergütung vereinbart, bekommen Praktikanten für die Zeit ihres Praktikums allgemein keinen Lohn oder sonstige Entlohnung. Ein Praktikant ist in Deutschland grundsätzlich kein Arbeitnehmer. Seit Anfang der 2000 Jahre nutzen Unternehmen dieses Instrument jedoch zur Reduzierung ihrer Personalkosten schamlos als günstigen Ersatz für reguläre Arbeitnehmer aus. Auch werden seit 2016 immer mehr Arbeitslose von der Agentur für Arbeit als Praktikanten eingesetzt. Gerade bei Langzeitarbeitslosen greifen die Agenturen daher vermehrt auf die Praktika zurück. Ebenfalls nutzen Transfergesellschaften die Variante Praktikum für sich, da es für sie wirtschaftlich gesehen günstiger ist ihre Teilnehmer den Unternehmen schamlos als billige Praktikanten vor die Füße zu werfen. So werden Praktikanten also als vollwertige Arbeitnehmer eingesetzt und aufs übelste ausgenutzt. Um diese zunehmende Form der Ausbeutung in den Griff zubekommen ist von der Politik ein handeln erforderlich. Der Praktikumsform muss ihren Ursprungssinn zurückgeben werden!…

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